Fever: Artikel als PDF nach Dropbox exportieren.

Fever bietet -wie praktisch alle RSS-Reader heutzutage- eine Sharing-Funktion, um Artikel per Email, Twitter, Instapaper, etc. zu sharen oder an Bookmarking-Dienste zu senden. Diese Funktion kann in Fever jedoch sehr einfach um beliebige Dienste erweitert werden.

Als Defaults sind in Fever bereits das Sharing per Email, Delicious, Instapaper und Twitter enthalten. In meinem letzten Beitrag habe ich bereits gezeigt, wie mit einem einfachen http-Request z.B. Pocket als Dienst ergänzt werden kann.

Über solch einen http-Request kann man aber auch mit einem Zwischenschritt über Cloudconvert Artikel als PDF in seine Dropbox oder andere Cloudspeicher wie OneDrive, Box oder GoogleDrive exportieren oder auch auf seinen S3- oder FTP-Speicher schieben.

HTML zu PDF mit CloudConvert.com API.

Als erstes richtet man sich einen kostenlosen Account bei CloudConvert.com ein.
CloudConvert.com ist ein cloudbasierter Dienst der Münchner Firma Lunaweb Ltd., über den mehr als 200 Audio-, Video- oder Dokumentenformate ineinander konvertiert werden können. Gelegenheits-User können den Dienst auch ohne Account kostenlos nutzen.

Für unseren Zweck benötigen wir allerding die API von CloudConvert und einen API-Key , der über eine kostenlose Regiestrierung automatisch vergeben wird. Die API ist recht umfangreich und auch sehr gut dokumentiert, so daß sich eine Vielzahl von Anwendungen für cloudconvert realisieren lassen, auch als Code Snippets für PHP, node.js, Swift oder Python.

Nach der erfolgreichen Registrierung kann man in der API-Console nun seinen API-Call als http-Request (POST) nach seinen Wünschen sehr einfach zusammenbauen.

cloudconver_API_Console

Der http-Request für Fever, um eine HTML-Seite in ein PDF zu wandeln und nach Dropbox zu schicken, sieht wie folgt dazu aus:

Zu beachten ist, daß hier beim Parameter apikey der zuvor generierte persönliche API-Key (ohne spitze Klammern) eingetragen wird und der letzte Parameter file=%u lautet (mehr dazu weiter unten).

Wer möchte, kann mit verschiedene Parametereinstellungen hier experimentieren und nach seinen Bedürfnissen anpassen. Dabei muß aber beachten werden, daß man mit dem kostenlosen CloudConvert-Account nur 25 Konvertierungsminuten pro Tag zur Verfügung hat. Diese können dann schnell aufgebraucht sein.
Ansonsten bietet sich noch ein Prepaid-Tarif von 9,-€ für 500 Minuten an, den ich mir auch geclickt habe.

API-Call in Fever einbinden.

Der oben generierte API-Call wird nun in Fever in  Preferences -> Sharing als neuer Eintrag über das “+” rechts oben eingetragen. Zusätzlich auch einen Short-Cut (z.B. “x”) vergeben werden.

fever_settings_sharing

Sieht man sich die bereits vorhandenen http-Requests mal genauer an, gibt es folgende Argumente, die an Parameter übergeben werden können:

%t   Title
%u   URL
%e   Excerpt
Eine Spezialitat ist “#” als Präfix vor dem Request. Damit wird der Request im Hintergrund getriggert.

Nach dem Speichern ist nun der Eintrag Dropbox auch im Dropdown-Menu neben dem jeweiligen Artikel verfügbar.

fever_schring_dropdown

Wer CloudConvert zum ersten Mal in Zusammenhang mit seiner Dropbox nutzt wird u.U. um die Genehmigung des Zugriffs auf Dropbox gebeten. Die PDF-Files werden dann künftig im Ordner /Apps/Cloudconvert in der Dropbox abgelegt.

Das ganze hat nur ein kleines kosmetisches Makel:
Wenn ein Artikel konvertiert und abgelegt wurde, erhält man von CloudConvert ein kleines JSON-File als Bestätigung zurück, das man aber getrost ignorieren und wegklicken kann. Bisher habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden dieses JSON-File zu verhindern.

Damit hat Fever nun ein preisgünstiges Feature, das ich bisher nur beim Feedly Pro Abo gesehen habe :-) Wenn ihr andere interessante Sharing-Optionen in Fever habt, dann hinterlasst einfach einen Kommentar.

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